Freitag, 19. Januar 2018

Wie wohl ein Leben ohne Schmerzen ist?

Na ihr Lieben?
Seid ihr alle gut ins neue Jahr gekommen?

Mir geht es ja leider letzte Zeit ziemlich schlecht und ich habe schon vor längerer Zeit beschlossen, dass mein Blog keiner dieser "Sonnenschein-Blogs" sein wird, die es ganz häufig im Internet gibt.

Vor einer Weile habe ich dieses Bild von JUNQ auf meiner Facebookseite mit dem Hashtag #Lipödem geteilt.
Es zeigt ziemlich präzise, wie es mir in den letzten Monaten geht und ich frage mich letzte Zeit immer öfter, wie wohl ein Leben ohne Schmerzen ist?!

Wisst ihr noch damals... Da ist man wach geworden und es tat nichts weh. Das waren noch Zeiten!
CC0 Lizenz über www.pexels.com

Ich bin ja jemand, der die Hoffnung nicht so schnell aufgibt...
Nun geht es mir aber tatsächlich schon seit Juni 2017 ziemlich schlecht. Das ist eine lange Zeit und darüber darf ich auch deprimiert sein, oder?

Besonders durch die allgegenwärtigen Schmerzen und Einschränkungen:

Wegen den Schmerzen was es bis vor ein paar Monaten nämlich noch so, dass ich vormittags mehr oder weniger fast schmerzfrei war. Das war die Tageszeit, die ich noch gut und produktiv nutzen konnte. Wenn ich wusste, dass ich etwas körperlich anstrengendes vor hatte, versuchte ich es vormittags zu machen, weil da mein Körper noch "funktionierte". Mittlerweile ist es so, dass mir meine Beine und Arme mit den Lipödemen schon kurz nach dem Aufstehen weh tun. Ich habe nur noch eine halbe oder im besten Fall eine Stunde morgens, in der ich schmerzfrei oder annähernd schmerzfrei bin. Dann fangen meist zu allererst die Oberschenkel an zu brennen, etwas später dann die kompletten Beine und Oberarme.
Und als ob das Alles nicht genug wäre, habe ich seit September Probleme mit meiner linken Schulter mit einem eingeklemmten Nerv und Verspannungen. Seit einiger Zeit auch noch drei taube Finger und Rückenschmerzen an mehreren Stellen.
Dazu gehört auch, dass ich  letzte Zeit immer wieder - und auch immer öfter - an meine körperlichen Grenzen komme. Ich bin fast immer so geschafft, dass mir schon die Bewältigung meines Alltags schwer fällt. Manchmal ist es so schlimm und ich bin so müde und geschafft, dass mir tagsüber ständig die Augen zufallen wollen. Wenn ich unterwegs bin, muss ich mich mittlerweile hin und wieder mal hinsetzen. Heute erst wieder beim Einkaufen in einem bekannten Elektronikgeschäft passiert...
Es ist, als ob ich nur noch mit leeren Batterien herumlaufen würde; oder eben mit Akkus, die sich zwar nachts aufladen müssten, es bei mir aber nicht tun.
Natürlich spielt da meine Depression auch immer noch eine zentrale Rolle...

Es ist wirklich deprimierend, nicht zu "funktionieren"! :-(

Und dann auch noch in einer sehr wichtigen Phase meines Lebens: das Ende meines Studiums steht bald an, ich ziehe demnächst wieder in meine Wahlheimat in die Nähe von Braunschweig und nicht zu vergessen meine bevorstehenden Operationen. Außerdem will ich auch zeitnah wieder anfangen zu Arbeiten. Im Moment für mich noch nicht vorstellbar, wie ich einen Vollzeitjob bewältigen soll! Ich hoffe wirklich, dass sich dieser Erschöpfungszustand, der nun ja schon über ein halbes Jahr andauert, sich spätestens nach den Operationen bessern wird.
Eventuell muss ich mir auch Hilfe suchen, nur weiß ich noch nicht, welche oder wie die aussehen müsste.

Aber ich gebe nicht auf! Dafür bin ich dann doch zu sehr eine Kämpfernatur... 
Vielleicht wollt ihr noch wissen, was mich durchhalten lässt?!

Hier mal ein paar Beispiele:

photo credit: Schwarzwert Naturfotografie Milchstraße / Milky way via photopin (license)


Quelle: http://www.visualstatements.net/wp-content/uploads/2016/04/pingu.jpg


Gott sei Dank hab ich ganz liebe Freunde, die mir ziemlich regelmäßig solche Bilder schicken oder zeigen. Das muntert mich immer auf!

Besonders zu Pinguinen habe ich ein besonderes Verhältnis. Es ist schon ganz schön lange her, als eine Freundin mir erklärte, dass sie sich ihre Depression als Pinguin vorstellen würde, der ihr immer hinterherläuft. Mal ist er näher und präsenter und mal ist er weit weg. Aber er ist immer da. Aber wenigstens ist er süß, wie er da so um einen herumwatschelt. Ich musste damals so schmunzeln, dass ich dieses Bild nicht mehr aus dem Kopf bekam. Ich habe also einen Depressions-Pinguin :-D
*watschel watschel watschel*

So, und mit diesem Bild in eurem Kopf sagte ich für heute mal tschüss und bis bald!
Eure Nadine
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