Donnerstag, 30. November 2017

1. OP-Termin und Klärung Leipzig




Hallöchen!

Heute möchte ich euch eigentlich nur mitteilen, dass ich mich nun endgültig entschieden habe, mich im Klinikum Kassel von Hr. Dr. Engel operieren zu lassen. Der erste OP-Termin steht auch schon fest, der wird Mitte Februar sein.

Aber da war ja noch etwas von meinem letzten Beitrag! Und zwar wollte ich ja das Durcheinander bzgl. der Durchführung der Liposuktionen bei Kassenpatienten in der Praxis von Dr. Wachsmuth und Dr. Völpel in Leipzig aufklären. 
Dazu habe ich mit dem Praxismanagement der Klinik geschrieben. Nachdem ich auch geklärt hatte, dass ich das hier veröffentlichen darf, könnt ihr nun einen Teil dieses Mailwechsels hier nachlesen:


Meine Mail vom 15.11.2017 

Guten Tag,
ich habe heute gegen 13 Uhr einen Anruf zur Terminerinnerung bekommen, wo mir gesagt wurde, dass Dr. Wachsmuth und Dr. Völpel keine Operationen bei Kassenpatienten machen.
Das verwirrt mich sehr, weil ich eine andere Info dazu hatte. So war ich z.B. auch bei einer Veranstaltung der Lymph-Leos letzten Monat in Leipzig, wo Dr. Wachsmuth einen Vortrag gehalten hat. Da hatten wir das Thema auch. Und wenn ich mich nicht recht erinnere, sagte er dazu, dass er gern vorher eine Kostenaufstellung mit der Krankenkasse macht, damit die Patienten eben nicht auf den Kosten sitzenbleiben oder eben wissen, dass sie ggf. anfallende Mehrkosten übernehmen müssen, wenn die Kasse nicht alles zahlt.
Was stimmt denn nun?
Ich habe den Termin erst einmal abgesagt, würde ihn aber doch wahrnehmen wollen, falls doch Kassenpatienten operiert werden.

Mit freundlichen Grüßen und in der Hoffnung auf eine eindeutige Antwort 
Nadine Böttcher

***

Nach der Antwort und der Bitte um Erlaubnis der Veröffentlichung kam noch folgende Antwort-Mail am 29.11.2017, die ich so auch veröffentlichen darf:

Liebe Frau Böttcher, 
gern können Sie den Text mit verwenden. Bitte machen Sie aber auch auf die jüngste rechtliche Entscheidung – oder vielmehr Nichtentscheidung aufmerksam. 
Denn da es keine Empfehlung des Gemeinsamen Bundesausschusses gab, ist die Liposuktion bei Lipödem auch weiterhin keine Regelleistung der Gesetzlichen Krankenversicherung sondern gehört zu den „Neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden“.
Demzufolge müssen die Patientinnen die Behandlung selbst bezahlen.
Wird jedoch die medizinische Notwendigkeit für eine Liposuktion des Lipödems festgestellt, kann die Kasse die Kosten dafür in einer Einzelfall-Entscheidung übernehmen.
Hinzu kommt, dass wir grundsätzlich, wegen unserer fehlenden Kassenzulassung, nur Selbstzahler behandeln können.
Auch hier kann die Kasse jedoch eine Einzelfallentscheidung treffen und uns als Operateur zulassen. Dafür muss die Kasse allerdings akzeptieren, das Sie von uns eine pauschale Honorarrechnung bekommt.
Wir haben bereits einige Patientinnen behandelt, bei denen die Krankenkasse dies genau so genehmigt hat und die Abrechnung entsprechend erfolgt ist.
Da es nur wenige Plastiker gibt, die eine Kassenzulassung haben, sind die Kassen zunehmend offener für dieses Prozedere.


Der Mailkontakt mit dem Praxismanagement war sehr freundlich und bemüht. Nun hoffe ich, dass ich durch meine Klärung anderen Frauen diesen Kickhack ersparen kann, den ich hatte. 

Liebe Grüße und bis bald, 
Nadine



Quellen: 
- Bild oben: "Tiefen der Zeit" von Coniaric, some rights reserved, verfügbar unter http://piqs.de/fotos/search/kalender/13922.html

- Bild von Dr Engel mit den originaler Quell-Seite verlinkt

Mittwoch, 15. November 2017

Neuigkeiten zu meinen Operationen







Hallo meine Lieben!

Es gibt Neuigkeiten zu meinen Lipödem-Operationen, also den Liposuktionen. 

Ich habe mich ja in den letzten paar Wochen (oder eher Monaten) um Beratungsterminen bei verschiedenen Kliniken bemüht.

Als erstes hatte ich einen Termin in Potsdam, bei Hr. Dr. Ghods bzw dachte ich, ich hätte einen Termin bei ihm. Er war dann bei der Fr. Dr. Thiels, eine der Fachärztinnen des Ernst von Bergmann Klinikums. Dass ich ein bisschen enttäuscht war, dass die Beratung nicht bei Hr. Dr. Ghods war, könnt ihr euch vielleicht denken... Das Gespräch an sich war in Ordnung, aber am Ende war ich nicht so wirklich überzeugt. Vor allem, weil mir auf die Frage, welche OP-Methode gemacht wird, nicht eindeutig geantwortet wurde. Außerdem schlussfolgerte ich nach dem Termin, dass Hr. Dr. Ghods keine Kassenpatienten mehr operiert, was mir später in einer Lipödem-Gruppe bei Facebook auch bestätigt wurde. Damit war Potsdam für mich eigentlich schon raus...

Den zweiten Termin hätte ich in Oranienburg bei Fr. Dr. Kirsch gehabt. Hier war aber die Antwort auf die Frage, ob sie denn auch Kassenpatienten operieren, nicht eindeutig und am Ende klärte ich die Angelegenheit mit meiner Krankenkasse, die sehr klar sagte, dass die Operationen dort nicht gezahlt werden können.

Als Drittes folgte dann die Beratung in Magdeburg bei Hr. Dr. Ibrahim. Ich erlebte ihn als einen sehr kompetenten und auch freundlichen Arzt. Meine Fragen beantwortete er alle gut und auch ausführlich. Auch die OP-Methode (WAL mit Tumeszenslösung) passte. Das einzige Manko, das ich fand, betraf die Absaugmenge: Hr. Dr. Ibrahim saugt nämlich pro Operation immer nur maximal 4 Liter ab. Das ist an sich ja nicht negativ, aber da es bei mir geschätzt 30-35 Kilogramm Lipödem-Fett wegzusaugen gibt, wären doch sehr viele Operationen nötig und das gefällt mir nicht so gut...

Unterschied der Beschaffenheit von normalem Fett und Lipödem-Fett

Nach diesem Termin beschloss ich, mir erst einmal noch die anderen Ärzte anzuschauen und dann zu entscheiden. Außerdem entschied ich Ende Oktober / Anfang November, dass ich wieder nach Braunschweig ziehen möchte. Ich habe dort schon einmal einige Jahre gelebt und habe da auch einen Freundeskreis. Hier in Halle hält mich auch nach dem Studium nicht mehr viel...
Wegen dem anstehenden Umzug, habe ich dann noch beschlossen, mich nicht mehr Dresden bei Hr. Dr. Wollina vorzustellen, weil mir das von Braunschweig aus zu weit wäre.

Dafür habe ich noch einmal recherchiert und mir zusätzlich noch einen Termin im Klinikum Kassel bei Hr. Dr. Engel geholt. Diesen hatte ich nun diesen Montag und war angenehm überrascht. Zwar war alles ein wenig konfus, weil der Termin im Rahmen der Ambulanzsprechzeiten bei einer von Hr. Dr. Engels Assistenzärztinnen war und der Doktor wegen einer anstehenden Operation nicht so viel Zeit hatte, aber meine Fragen konnte ich trotzdem alle stellen und sie wurden auch gut beantwortet. Ich habe mich gut aufgehoben gefühlt. Hr. Dr. Engel operiert mit der TLA-Methode und 4-6 Liter pro Operation, das ist dann auf jeden Fall schon mal besser, als nur maximal 4 Liter!

Nun wäre der letzte Termin in Leipzig bei Hr. Dr. Wachsmuth nächste Woche gewesen. Hr. Dr. Wachsmuth konnte ich ja letzten Monat schon einmal bei seinem Vortrag in Leipzig bei den Lymph-Leos kennenlernen. 
Allerdings wurde mir heute am Telefon gesagt, dass Dr. Wachsmuth und Dr. Völpel gar keine Kassenpatientinnen (mehr?) operieren. Der Termin ist aktuell abgesagt, aber da ich andere Informationen hatte und mich das alles sehr irritiert hat, habe ich zur Klärung ein paar Stunden später noch einmal eine Mail ans Büro von Dr. Wachsmuth und Dr. Völpel geschickt. Mal sehen, was da herauskommt.


Für mich steht aber eigentlich schon fest, dass ich mich in Kassel operieren lassen möchte. Ich möchte mir eigentlich nur sicher(er) sein und würde wohl trotzdem noch den Termin in Leipzig wahrnehmen.

Deshalb werde ich jetzt noch ein paar Tage warten bzw. bis Ende nächster Woche und dann endgültig eine Entscheidung treffen. Dann kann ich mich auch um den ersten Operations-Termin kümmern, der wahrscheinlich irgendwann Ende Januar bis März 2018 sein wird und natürlich halte ich euch auch weiter auf dem Laufenden!


Liebe Grüße,
Nadine




Quellen:
- Bild Kalender (oben): "Termine" von SaschaV, http://piqs.de/fotos/171194.htmlSome rights reserved 
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