Sonntag, 22. Oktober 2017

Den Pilgerwagen ausprobieren? Ja, das geht!

Den Pigerwagen ausprobieren? Ja, das geht!


Ich habe in der letzten Zeit ein wenig über meinen Pilgerwagen / Rucksackwagen nachgedacht.
Mir war nämlich die Idee gekommen, dass es unter meinen Lesern vielleicht auch Leute gibt, die den gern einmal ausprobieren möchten.

Deshalb möchte ich euch hiermit anbieten, das zu tun!

Wenn also jemand von euch Interesse daran hat, dann schreibt mir einfach eine Mail!

Ein Treffen in Halle (Saale) und Umgebung oder in Leipzig ist recht unproblematisch. Außerdem bin ich regelmäßig in Bernburg. Hin und wieder auch in Braunschweig.

Also nutzt mein Angebot gern!
Ich könnte mir auch vorstellen, den Rucksackwagen auszuleihen, das würde ich dann aber lieber jeweils persönlich absprechen! :-)

Liebe Grüße und euch noch einen schönen Sonntag!

Euro Nadine



Donnerstag, 12. Oktober 2017

Besuch bei der Leipziger Selbsthilfegruppe LYMPH-LEOS

Am Dienstag war ich bei der Leipziger Selbsthilfegruppe LYMPH-LEOS, der Selbsthilfegruppe für chronische Erkrankungen des Lymphgefäßsystems mit den Krankheitsbildern des Lymph-/Lipödems, die von meiner Freundin Simone geleitet wird, die ihr vielleicht noch von meinem Termin beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen kennt.


Simone hatte mich eingeladen, weil an diesem Tag Herr Dr. Wachsmuth aus Leipzig zu einem Vortrag dort war, um über Liposuktionen zu referieren und offene Fragen zu beantworten. Die Möglichkeit nahm ich gern war, auch wenn ich nächsten Monat auch einen persönlichen Termin in Leipzig habe.
Noch ein Hinweis an dieser Stelle: Wer Kontakt zu Betroffenen in Leipzig und Umgebung sucht, empfehle ich die Facebook-Gruppe Lymph/ LipödemPatienten aus Leipzig und Sachsen.


Wen ich in Leipzig auch noch traf, war die Anja, die ja auch einen Blog über Lipödeme schreibt: 
Mein Lipödem und ich

Wir haben schon öfters miteinander geschrieben, aber so richtig in Ruhe kennenlernen konnten wir uns bisher noch nicht. Während des Selbsthilfegruppen-Treffens nutzen wir dann dazu endlich mal die Zeit. Und ganz ehrlich: Sie ist eine richtig liebe Persönlichkeit! :-)

Ich hatte also einen rundum schöner Abend mit vielen lieben Lip-Frauen.
Und wenn ich nicht so starke Schmerzen von meinen Lipödemen zur Zeit hätte, wäre der Tag sogar perfekt gewesen ;-)

Liebe Grüße,
Nadine

Freitag, 6. Oktober 2017

Die Katze auf der Kompri

Heute mal ein bisschen Off-Topic, aber das möchte ich euch gern zeigen :-)

Kennt ihr schon meine Katze Cassy?

Sie und mein Kater Milou wohnen ja bei mir :-) 
Gott sei Dank verstehen sich die Beiden sehr gut 
Milou: "Hey, Du! Darf ich auch hier schlafen?"

Cassy: "Ja, klar ....... Zzzzz"



Cassy ist eigentlich eine typische Katzen-Prinzessin: 


Sie schläft gern in Kartons (oder auch mal anderen Verpackungsmaterialien^^ - keine Sorge, da pass ich dann schon auf!), schmust gern und schnurrt viel. 

Sie plappert auch ein bisschen und kann mich zur Begrüßung herzzerreißend anmauen, wenn ich nach Hause komme und ich ihr zu lange weg war. Also fast immer ;-)

Außerdem verbringt sie die Nacht am liebsten mit in meinem Bett. Da darf sie sogar (meistens^^) zwischen meinen Füßen oder Unterschenkeln schlafen, solange sie mich nicht allzu sehr nervt ...


Zu ihren Lieblingsplätzen gehört schon seit langem mein Fernseher (Ich darf mir wohl nie einen Flachbildschirm kaufen!^^)

Nun wollte ich euch gern etwas Lustiges zeigen.
Letzte Zeit erwische ich sie nämlich öfters mal, wie sie auf meiner Kompri (Kompressionsbestrumpfung) liegt! Manchmal sogar so perfekt, dass ich die Kompri unter ihr nicht einmal sehen kann und sie vergebens suche *lach*


Cassy schläft auf meiner Kompri

Oh, jetzt hab ich sie geweckt... "Hallo, mein Mäuschen!"

Da sie die ja so gern zu mögen scheint, werde ich wohl demnächst mal ein Kissen aus denen nähen, die ich nicht mehr trage. Man bekommt ja regelmäßig Neue verschrieben und angepasst. 


So habe ich  zum Beispiel eine schwarze Kompri vom letzten Jahr, die mir überhaupt nicht mehr passt und wo auch einer der Kniestrümpfe total kaputt ist. Ich denke, mit der probiere ich es das erste Mal aus!

Ich hoffe, dass das klappt, denn dann hat Cassy ihr eigenes Kompri-Kissen :-D 
Mal schauen, wie ich das mache und ob ich das hinbekomme!
LG, eure Nadine

Montag, 2. Oktober 2017

Cool! - Ich bin in der Zeitung!

Letzte Woche habe ich bei der Mitteldeutschen Zeitung in Bernburg ein Interview gegeben und heute erschien der Artikel nun endlich im "Bernburger Kurier", dem Regionalteil der Zeitung.


Ich gebe zu, dass ich ganz schön aufgeregt war, als ich das Interview gab und mich natürlich auch sehr freute, dass es mein Blog tatsächlich in eine Zeitung geschafft hatte - auch wenn es nur eine Regionalzeitung ist!
Hier seht ihr nun das Ergebnis: (Text zum Lesen weiter unten)



Und da ich weiß, dass man auf dem Foto nicht alles lesen kann, habe ich für euch im Folgenden den Artikel abgetippt und so gut ich konnte nachgestellt.
Außerdem habe ich ein paar wichtige Begriffe verlinkt, sodass man sich gut weiter informieren kann, wenn man mag :-)


Also wünsche ich jetzt viel Spaß beim Lesen!
Und bedanke mich hiermit noch bei Herrn Schlegel für das nette Interview :-) 



Eure Nadine



Nadine Böttcher vor einer Säule kurz vor dem Zielort des Jakobsweges in Santiago de Compostela
Wunsch nach Normalität

PILGERREISE Nadine Böttcher hat 215 Kilometer auf dem Jakobsweg zurückgelegt.
Warum dies eine enorme Leistung der gebürtigen Bernburgerin gewesen ist.

VON TOBIAS SCHLEGEL

BERNBURG/MZ – Als Nadine Böttcher am 27. März die Kathedrale von Santiago de Compostela erreichte, schossen ihr keine großen Gedanken durch den Kopf. „Ich war einfach nur platt. Auf dem Jakobsweg habe ich gar nicht über das Ankommen nachgedacht, sondern über mein Leben an sich. Erst später auf dem Platz habe ich realisiert, dass ich es geschafft habe“, erzählt die gebürtige Bernburgerin. Dabei liefen auch ein paar Tränen die Wangen der 29-Jährigen entlang.
Dass Nadine Böttcher die 215 Kilometer von Ponferrada nach Santiago de Compostela per Fuß zurückgelegt hat, ist keine Selbstverständlichkeit gewesen. Denn die junge Frau besitzt ein Handicap in Form einer Gehbehinderung. Seit ihrer Jugend leidet sie unter der Krankheit Lipödem. Dies ist eine Fettverteilungsstörung, die sich meist zuerst in den Beinen und dann auf die Arme ausbreitet. Etwa 10 Prozent aller Frauen leiden unter dieser Krankheit, die vor allem eines ist: sehr schmerzhaft. „Es fühlt dich an wie ein mieser Muskelkater“, beschreibt Nadine Böttcher, der die Schwellungen und Schweregefühle in den Beinen oft zu schaffen machen und sie in ihrem alltäglichen Leben einschränken.

OP gegen die Schmerzen
So kann Nadine Böttcher fast keinen Sport treiben. „Das nervt mich am meisten. Ich bin früher gern geritten oder Rad gefahren. Das ist nun nicht mehr möglich“, sagt sie. Auch alltägliche Dinge wie das Treppensteigen fallen ihr schwer. „Vor neun Jahren gingen die Schmerzen richtig los, vor drei Jahren war der Punkt dann erreicht, an dem ich entschieden habe, dass etwas passieren muss“, erzählt Nadine Böttcher, die Kompressionsstrümpfe trägt und zweimal die Woche für eine Stunde zur Lymphdrainage geht, um die Schmerzen zu verringern.
Abhilfe soll aber nun eine Operation bringen, bei der mehrfach Fett aus den betroffenen Stellen abgesaugt wird. „Dafür sind mehrere OP´s nötig, denn es darf nicht zu viel Gewebe mit einmal abgesaugt werden. Das verkraftet der Körper nicht“, erklärt Nadine Böttcher, die sich zurzeit auf der Suche nach einer geeigneten Klinik befindet. Denn nur wenn der Eingriff gut verläuft, hat sie eine Chance, dauerhaft schmerzfrei leben zu können. Doch die Studentin für Erziehungswissenschaften und Sozialpädagogik aus Halle weiß: Eine Garantie gibt es nicht. „Ich wäre froh, für ein paar Jahre ein besseres Leben führen zu können. Denn mir ist oft langweilig, da es nicht viele Dinge gibt, die ich machen könnte“, sagt Nadine Böttcher, die einfach nur so leben will, wie sie es gerne möchte.

Nicht so schlimm wie gedacht
Den Wunsch einer Pilgerreise auf dem Jakobsweg hat sich Nadine Böttcher nun erfüllen können. Aufgrund ihrer Krankheit habe sie sich zunächst schlichtweg nicht getraut, diese Wanderung in Angriff zu nehmen. Doch dann sei der Groschen plötzlich gefallen: „Ich habe mir gedacht, niemand zwingt mich, täglich eine bestimmte Kilometeranzahl zu laufen. Denn ich hatte herausgefunden, dass man auch nur zehn oder 15 Kilometer am Tag gehen kann und das hielt ich für möglich. Damit hatte ich keinen Grund mehr, Nein zu sagen“, erklärt die 29-Jährige, die ihren Fußmarsch am 8. März startete und im Schnitt 11,8 Kilometer am Tag zurücklegte. Mit dabei: Trekkingstöcke und ein kleiner Handwagen (Anmerkung von mir: Es handelt sich hier um einen Rucksackwagen, der mit einem Bauchgurt gezogen wird. Also kein Handwagen im klassischen Sinne). Denn aufgrund von Rückenproblemen war es ihr nicht möglich, einen Rucksack zu tragen.
Die Strecke beschreibt Nadine Böttcher als sehr anspruchsvoll, aber auch abwechslungsreich. Von Beton-, Asphalt- und Schotter- sei bis Kies und Waldwegen alles dabei gewesen. Auch das Wetter war wechselhaft und nur zweimal war es so kalt und nass, dass sie es vorzog, mit einem Taxi zur nächsten Herberge zu fahren. Den Rest bewältigte sie zu Fuß. „Letztlich war die Reise nicht so schlimm, wie ich es gedacht hatte, denn ich konnte meine eigene Geschwindigkeit laufen und hatte Zeit“, sagt sie. Übernachtungsmöglichkeiten auf der Strecke habe es schließlich genug gegeben und auch die Leute vor Ort seien stets hilfsbereit gewesen. „Ich habe auf diesem Trip Menschen aus aller Welt kennengelernt, mit denen ich zum Teil noch in Kontakt stehe. Das war für mich eine der schönsten Erfahrungen auf dieser Reise“, meint Nadine Böttcher, die ihre gesammelten Erlebnisse und Eindrücke in einem Internet-Blog niedergeschrieben hat, den sie seit einem Jahr betreibt.
Dort berichtet sie auch von ihrem alltäglichen Leben sowie der Lipödem-Krankheit, über die sie auf diesem Wege aufmerksam machen möchte. Des Weiteren will Nadine Böttcher mit ihrem Blog anderen betroffenen Frauen Mut machen. Dafür hat sie in Halle auch eine Selbsthilfegruppe für an Lipödem erkrankte Frauen gegründet, die schon über zehn Frauen umfasst. „Ich will damit erreichen, dass sich betroffene Frauen, wie ich mit dieser Reise, Dinge trauen, die sie aufgrund ihrer Krankheit nicht für möglich halten“, sagt Nadine Böttcher.

>> Link zum Blog von Nadine Böttcher: www.mit-wanderstab-und-kompri.de



Zum Vergleich hier noch zwei Fotos vom Text


Quelle: Mitteldeutsche Zeitung, Bernburger Kurier am 02.10.2017, Seite 1